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Aktuell findet Ihr hier die Chronik der ersten 10 Jahre...
Die zweite Hälfte wird alsbald zur Verfügung stehen.
Es war im Spätsommer 1986, als sich eine Gruppe Steinheimer Jugendlicher beim "Deutschen Baseball Verband" nach einem Regelbuch für Baseball erkundigte, da sie bisher nur so etwas ähnliches wie Baseball mit primitiver Ausrüstung, genauer gesagt mit zwei Schlägern und fünf Bällen, gespielt hatten.
In den darauffolgenden Wochen kam eine Flut von Post vom Deutschen und vom baden-württembergischen Landesverband, da es zu dieser Zeit in Bayern noch keinen selbständigen Verband gab. Zudem machte der Vorstand des baden-württembergischen Verbandes, Herr Jan van den Berg, den Vorschlag, unverbindlich nach Steinheim zu kommen, um einen oder mehrere Regelabende und Trainingsstunden zu absolvieren.
Da zu dieser Zeit, im Dezember 1986, auch noch der bayerische Verband gegründet wurde und wir durch Herrn Frank Beuler und Herrn Martin Müller zur Gründungsversammlung eingeladen wurden, entschloß man sich aus der reinen Freizeitgestaltung ein richtiges Hobby zu machen und meldete sich für die Punkterunde des "Bayerischen Baseball- und Softballverbandes (BBSV)" an. So zählt unser Verein neben den "Ansbach Red Sox", den "Regensburg Legionären", den "Munich Tigers", den "Füssel Royal Bavarians", dem "SSC Ingolstadt" und den "Munich Brewers" zu den sieben Gründungsvereinen des BBSV. In der Landesliga Bayern spielten sechs Teams. Die Munich Tigers hatten eine Softball-, aber keine Herrenmannschaft. Zu Beginn der Punkterunde wurde gleich ein Sponsor gefunden, der die Baseballuniformen komplett stiftete, die von unserem Mannschaftskameraden Thomas Barth entworfen wurden. Auch ein Name wurde nach langen Diskussionen gefunden: "Baseballteam Red Phantoms Steinheim".
Im Frühjahr 1987 wurde man schließlich im "Sportverein Steinheim 1947 e.V." aufgenommen. Durch viel Aufopferung und Trainingseifer über den Winter startete man mit Hilfe von Herrn Jan van den Berg in die erste Saison 1987. Am Ende der Punkterunde stellten die "Red Phantoms" fest, dass man mit den damals sechs bayerischen Clubs gut mithalten konnte und belegte den 3. Platz in der Abschlußtabelle der Landesliga Bayern 1987. Dies war sicher auch ein Verdienst des Herrn Jan van den Berg, der mit uns trainierte und unsere komplette Mannschaft auf den von Herrn John Michael Sucker (Bundesliga-Umpire) geleiteten Schiedsrichterkurs im April 1987 eingeladen hatte. Mit den "Ansbach Red Sox" und den "Ingolstadt Schanzer" wurden schon früh besonders herzliche Freundschaften geknüpft, die heute noch bestehen.
Zur Saison 1988 hatten sich bereits 12 Vereine aus Bayern zur Punkterunde gemeldet, was zur Folge hatte, dass die Landesliga in zwei Gruppen (Nord und Süd) aufgeteilt werden musste. Außer der normalen Saison sollte etwas Besonderes veranstaltet werden und so wurde an Pfingsten das erste Baseball-Turnier auf bayerischem Boden ausgetragen. Dieses hat seitdem seinen festen Platz im Steinheimer Jahreskalender. Verstärkt mit den beiden Amerikanern Robin Walsh und John Bassut erreichte man hinter Ingolstadt den zweiten Platz in diesem ersten Turnier. In der Punkterunde konnte man sich durchsetzen und holte sich den ersten Platz der Landesliga Süd. Dieser konnte gegen den Ersten der Landesliga Nord, die "Regensburg Legionäre" noch zum "Meistertitel der Landesliga Bayern 1988" ausgebaut werden. Somit war der Aufstieg in die 2.Bundesliga Süd geschafft. Dies musste natürlich gefeiert werden. Innerhalb von 14 Tagen war das Festzelt komplett organisiert. Zusammen mit der Aufstiegsfeier empfingen die "Steinheim Red Phantoms" auf Vermittlung des Herrn Jan van den Berg mit den "Trail Blazers" das offizielle Promotionteam des niederländischen Baseballverbandes, der zu den größten in Europa zählt. Unter ihnen waren acht damalige niederländische Nationalspieler sowie Spieler der ersten und zweiten Liga. Sie waren drei Wochen in Polen und der Tschechoslowakei und kamen an ihrem letzten Wochenende nach Steinheim. An diesem Wochenende waren auch viele Spieler von Baseballclubs aus ganz Süddeutschland anwesend. An drei Tagen wurde in Steinheim trainiert, gespielt und getanzt. Auch eine Abendveranstaltung mit Rockband durfte nicht fehlen. Zum Höhepunkt am Sonntagmittag zählte das Spiel der deutschen Auswahl gegen die Niederländer, welches recht deutlich mit 19:1 an die "Trail Blazers" ging. Im Jahr 1988 nahmen die "Red Phantoms" auch am Festumzug anlässlich des 100-jährigen Jubiläums der Musikkapelle Steinheim mit einem schön geschmückten Festwagen teil.
Das Jahr 1989 stand ganz im Zeichen des Klassenerhalts. In der zweithöchsten von mittlerweile vier Ligen musste man doch gleich erkennen, dass in dieser Liga ein ganz anderer Wind wehte. Nach acht Niederlagen in Folge kam aber, dank der neuen Ballwurfmaschine und verstärktem Training die Wende, so dass die Saison noch mit acht Siegen und 16 Niederlagen auf einem zufriedenstellenden fünften Tabellenplatz abgeschlossen werden konnte. Das Pfingstturnier musste leider am zweiten Tag wegen starkem Regens abgebrochen werden. Mitte Juli fuhr die Abteilung Baseball nach Mannheim, wo an drei Tagen der "Deutschlandpokal", ein Turnier des Deutschen Meisters "Mannheim Tornados" in Zusammenarbeit mit den "Ladenburg Romans" mit 24 Mannschaften und über 60 Begegnungen ausgespielt wurde. Hier schlug man zwei Mannschaften, eine aus Hamburg und die "Hannover Regents", bevor man gegen die "Berlin Sluggers" knapp mit 5:7 Runs verlor. Alles in allem kam man bis ins Viertelfinale. Beim erstmals vom bayerischen Baseballverband ausgetragenen Bayernpokal errangen die "Red Phantoms" einen ausgezeichneten zweiten Platz. Im Herbst 1989 wurde mit den Aufbau und dem Training einer zweiten Mannschaft begonnen, um diejenigen, die in der ersten Mannschaft nur selten zum Zuge kamen in unserer Abteilung zu halten und den Neuen eine Möglichkeit zu bieten, auch Baseball zu spielen. Im Frühjahr wurde ein Backstop gebaut, um die Zuschauer besser schützen zu können. Dies war zur damaligen Zeit der einzige große Backstop.
Abschlusstabelle 2.Bundesliga Süd 1990
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# |
Name |
W |
L |
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1. |
Darmstadt Rockets |
26 |
2 |
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2. |
Karlsruhe Cougars |
22 |
6 |
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3. |
SSC Ingolstadt |
20 |
8 |
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4. |
Steinheim Red Phantoms |
12 |
16 |
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5. |
Filderstadt Flyers |
10 |
18 |
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6. |
Rottweil Sharks |
8 |
20 |
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7. |
Villingendorf Cavemen |
8 |
20 |
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8. |
Regensburg Legionäre |
6 |
22 |
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Zur Saison 1990 konnten wir schließlich zwei Mannschaften zum Ligabetrieb anmelden. Für Pfingsten hatte man sich wieder viel vorgenommen, wollte man doch zum zweiten Mal ein großes Festzelt aufstellen und das Pfingstturnier auf zwei Plätzen mit acht Mannschaften und 16 Spielen zweitägig spielen. Wie die Jahre zuvor wurde nach dem amerikanischen doppelten K.O.-System gespielt.Mit einer geschlossenen Mannschaftsleistung errangen die "Red Phantoms" nach Siegen über die "Augsburg Gators", die "Tübingen Hawks" und die "Ansbach Red Sox" das Finale. Dort traf man wieder auf die "Ansbach Red Sox", die in einem bis zum Schluss spannenden Spiel mit 8:7 Runs geschlagen wurden. Dies war der krönende Abschluss eines gelungenen Wochenendes. Der Festzeltbetrieb war mit seinen drei Veranstaltungen mit drei Rockbands und dem sonntäglichem Frühschoppen ebenso ein voller Erfolg. In der zweiten Bundesliga startete man wie im Jahr zuvor mit acht Niederlagen, erreichte aber vom Turniersieg angespornt mit 12 Siegen und 16 Niederlagen schlussendlich mit dem 4.Platz die bisher beste Abschlussplatzierung in der 2.Bundesliga. Der zweiten Mannschaft blieb nach anfänglichen Erfolgen am Ende der Saison nur ein enttäuschender siebter von acht Plätzen.
Für das Jahr 1991 hatte man sich wieder einiges vorgenommen. Zur Vorbereitung fuhr man nach Italien ins Trainingslager. Dort wurde unser Verein vom Baseballclub "Praissola San Bonifacio" sehr freundlich aufgenommen. Wieder zu Hause angekommen gewannen wir das Turnier der "Simbach Giants". In diesem Jahr startete man zum ersten Mal mit einem Sieg in die 2.Bundesliga. In der Endtabelle belegte man wieder den 4.Platz. Am letzten Spieltag verspielte unser Team durch eine knappe Heimniederlage gegen Karlsruhe noch den dritten Tabellenplatz. Der zweiten Mannschaft ging nach anfänglichen Siegen allmählich die Luft aus und beendete die Saison 1991 auf dem letzten Platz.
Auch 1992 ging man mit zwei Teams an den Start. Der Klassenerhalt in der 2.Bundesliga Süd konnte erst nach einem Entscheidungsturnier gesichert werden. Im ersten Spiel konnte Villingendorf mit 9:2 besiegt wrden, was nach dem Sieg des SSC Ingolstadt gegen Villingendorf (4:3) schon reichte. Das Jahr 1992 stand in Steinheim auch unter dem zeichen der B-Europameisterschaft in Ladenburg. Vorstand Walter Rauh wurde vom Vorstand des "Deutschen Baseball und Softball Verbandes (DBV)" Martin Miller gefragt, ob die "Steinheim Red Phantoms" die Bewirtungsgruppe übernehmen wollten. Dass sie so etwas organisieren können hatten sie ja schon mehrmals unter Beweis gestellt. Walter Rauh übernahm die Bewirtung, was zur Folge hatte, dass einige Phantome mit nach Ladenburg fuhren. So hatten Herbert Griesinger (Kasse und Abrechung) und Johannes Rauh (Pilsinsel) ihre Bereiche gut im Griff. Walter Rauh sorgte durch gute Organisation und Einteilung der ca.70 Helfer dafür, dass bei einem Umsatz von über 100.000DM die Veranstaltung auch zu einem finanziellen Erfolg wurde. Herbert Griesinger bewährte sich an der Kasse und Johannes Rauh bewirtete an seiner Pilsinsel vom einfachen Fan bis zum Nationalspieler und Funktionär alle mit souveräner Gelassenheit. Auch für die Nachtwache und schlaflose BBSV-Vorstände hatte Johannes immer ein frisches Bier parat. Es kam schon vor, dass ein einsames Licht (Pilsinsel) bis spät in die Nacht auf dem riesigen Gelände hell erleuchtet zu sehen war. Die deutsche Nationalmannschaft gewann die B-Europameisterschaft souverän und stieg in den A-Pool auf.
Im Jahr 1993 wurde die zweite Mannschaft aufgelöst, um die dünner werdende Spielerdichte der ersten Mannschaft aufzubessern. Mit Leon Davis wurde erstmals ein Trainer verpflichtet. Auch 1993 wurde der Klassenerhalt gesichert, nachdem Ingolstadt recht früh abgeschlagen war. Drei Jahre waren vergangen und in Sachen Baseballfeld tat sich nicht viel. Als man jedoch herausbekam, dass unsere Bemühungen um ein Baseballfeld von Seiten des Hauptvereins SV Steinheim bei der Stadt Memmingen abgeblockt wurden, entschlossen sich die roten Phantome dazu, einen eigenen Verein zu gründen. Dies sollte die Verhandlungsposition gegenüber der Stadt Memmingen verbessern. Am 11.06.1993 war in der Memminger Zeitung die amtliche Veröffentlichung zu lesen: "Vereinsregister 1098 >Baseballteam Steinheim Red Phantoms 1986 e.V.<". Dies hatte zur Folge, dass der SV Steinheim die Abteilung Baseball auflöste. Durch Plakatwerbung gelang es Walter Rauh im Herbst 1993 nach mehreren Anläufen, ca.15-20 Jugendliche zu werben, die dann zu einem regelmäßigen Training erschienen.
Während des Winters wurde fleißig trainiert und zum Saisonstart 1994 spielte zum ersten Mal eine Jugendmannschaft in der Jugendliga Bayern Süd. Walter Rauh bemühte sich als Trainer der Jugend um den Aufbau einer schlagkräftigen Truppe. Auch die Erfolge ließen nicht lange auf sich warten. Am Ende der Saison belegte das Jugendteam mit 5:3 Siegen den 2.Rang in der Landesliga Bayern Süd. Auch Jürgen Schobloch hatte als Trainer der Damen-Softball-Mannschaft sehr viel Arbeit. Als sich im Herbst 1993 ca.15 Damen im Alter zwischen 16 und 22 Jahren zusammenfanden, war das Softballteam gegründet. Aller Anfang ist schwer, so belegte das Team leider nur den vorletzten Platz mit 4:20 Siegen. Als Saisonausklang veranstalteten die Red Phantoms noch ein Softballturnier. Für die erste Mannschaft war es 1994 soweit. Sie musste in den sauren Apfel beißen und den Abstieg aus der 2.Bundesliga hinnehmen. Nach der Trennung von den amerikanischen Spielern konnte man das verloren gegangene Spielerpotential mit eigenen Nachwuchsspielern nicht ausgleichen. Auch der Aderlaß an erfahrenen deutschen Spielern, die aus beruflichen oder anderen Gründen aufhörten, konnte nicht kompensiert werden.
Auch in der Saison 1995 konnte das Team in der Bayernliga nicht so richtig Fuß fassen, da die Spielerdecke durch Verletzungen ausgedünnt war und die Juniorenspieler erst das zweite Jahr Baseball spielten und somit noch nicht über genug Erfahrung verfügten, um in der Bayernliga mithalten zu können. Vor Saisonbeginn war man noch guten Mutes und schickte vier Teams in die Ligen. Es waren neben der ersten Mannschaft die Junioren, das Jugendteam und die Softballerinnen. Nach dem erneuten Abstieg (diesmal aus der Bayernliga) entschlossen sich die Spieler und Vorstandschaft auf das Spielrecht in der Landesliga zu verzichten. Eine Anmeldung in der Bezirksliga 1996 war der richtige und einzige Weg, einen kompletten Neuanfang zu starten und die erste Mannschaft von Grund auf neu aufzubauen. Während der Saison 1995 war Mike Reyes, einer von vielen Envoy-Coaches, die im Namen der "Major League Baseball International" in Zusammenarbeit mit dem DBV in Deutschland waren, für zwei Wochen nach Steinheim. Neben dem Training für die erste Mannschaft und die bestehenden Jugend- und Juniorenteams wurde ein Baseballcamp für Anfänger durchgeführt und einige Schulen besucht.
Das Juniorenteam wurde zur Saison 1996 aufgelöst und so spielte eine gute Mischung aus Alt und Jung in der ersten Mannschaft. Es begann eine neue Siegesserie. Nach dem Gruppensieg und dem 1.Platz in der Aufstiegsrunde zur Landesliga war der sofortige Aufstieg in die Landesliga gesichert. Nun ging es um die bayerische Bezirksligameisterschaft gegen den Sieger der Aufstiegsrunde Nord, die Mitwitz Rebels. Aus beiden Spielen gingen die Red Phantoms als Sieger hervor und wurden Bayerischer Bezirksligameister 1996. Dies war nicht der einzige Lichtblick diesen Jahres. Unser Verein bekam nach über sechs Jahren die Baugenehmigung für das langersehnte Baseball-Spielfeld. Im Juni 1996 feierten die "Villingendorf Cavemen" ihr zehnjähriges Vereinsbestehen. Die Red Phantoms ließen es sich nicht nehmen und waren natürlich vor Ort. Auf ihrem Baseballgelände wurde drei Tage mit einem großen Festzelt gefeiert. Sportlich zeigten sich die Cavemen als Tabellenführer der 2.Bundesliga Süd in bester Verfassung. Im Rahmen des offiziellen Festaktes überreichte unser Vorstand Walter Rauh ein Gastgeschenk, welches von dem Memminger Künstler Jürgen Batscheider geschnitzt wurde.
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